ZOMM. im Meilerhof

Gartengeflüster

An Regentagen kommt die ungeliebte Nacktschnecke so richtig auf ihre Kilos. Bis zu vierzig von ihnen sammeln wir dann allein aus unserem kleinen Kartoffelbeet. Uns wundert nicht, wo sie fressen. An vom Wind gepeitschten Pflanzen, schwachen Salaten oder dort, wo bereits ungünstige Bodenverhältnisse herrschen. Bei uns etwa am Südhang, wo wir viele Steine haben und damit weniger feinkrümeligen Boden. Und starken Wiesenwuchs, in dem sich die Schleimerchen am Beetrand sammeln.

Trotz Schnecken blühen jetzt einige der Kartoffelpflanzen.

Was wir gegen sie tun? Nicht mehr wie absammeln. Denn was ist eigentlich ihre Aufgabe? Neben frischem Grün fressen sie auch tote Pflanzenteile und Tiere und sorgen durch ihre Zersetzung für Humusbildung. Eigentlich eine Hilfe für die nächsten Pflanzen, die aus den Ausscheidungen Nährstoffe aufnehmen. Trotzdem ärgert uns, dass unsere Kürbisse wieder und wieder abgefressen werden – Aufwertung durch Schneckenkot hin oder her. Ganz allgemein setzen wir auf Bodenaufbau. Gesunder Boden, stärkere Pflanzen, weniger Fraß. Hoffentlich.

Deshalb gärtnern wir in Mischkultur, versuchen unser Glück mit Pflanzenjauchen uns effektiven Mikroorganismen. Wir kennen sie aus eigener Erfahrung und Anwendung im Gemüsebau. Sie sollen die Anzahl solcher Mikroorganismen steigern, die Nährstoffe im Boden aufspalten und für Pflanzen verfügbar machen. Wir werden mit Wasser verdünnt damit gießen und berichten. 

Was steht uns noch bevor im Sommer?

Unsere Zuckererbsenschoten lieben das Klima hier oben, die sind aber bald vorbei. Unsere Küche versorgt euch weiterhin mit Wildkräutern, die sich sehr über das viele Nass gefreut haben und überall wuchern. Die ersten Karotten sind erntereif. Dazu Ribisel und Stachelbeeren. Kohlrabi, Zucchini, Lauchzwiebeln und wenige unversehrte Fenchelknollen sind als nächste dran. Dazu geschmacksverrückte Kräuter wie Huacatay (aus Südamerika). Und bunte Farbkleckse verschiedener essbarer Blüten wie von Borretsch, Malve und Kornblume werden wieder auf euren Tellern landen.

Huacatay, das vor allem in der peruanischen Küche bekannt ist.
Ribisel, Karotten, Schnittlauch und Sauerampfer

Habt ihr Freude an einer Gartenführung mit Infos zu Pflanzenjauchen, Beetvorbereitung, Wildkräutern und anschließendem Gartensalat, den wir gemeinsam sammeln? Dann sprecht uns an oder schreibt uns! 

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